KiM Dezember 2019
KiM1219_niedr Auflös.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.7 MB

Editorial November 2021

Christoph Seitz, Chefredakteur
Christoph Seitz Redaktionsleitung

Liebe Leserinnen und Leser,

 

 bei den Präsidentschaftswahlen in den USA im vergangenen Jahr war in den Nachrichten immer wieder die Rede davon, dass Donald Trump eine verlässliche Unterstützergruppe in den Evangelikalen habe, insbesondere deswegen, weil er sich immer wieder kritisch bis ablehnend zur gesamtgesellschaftlichen Akzeptanz von Homosexualität und zum Recht auf Abtreibung geäußert habe. Für nicht wenige hier in unserem Land war das eine Bestätigung der vielfach geäußerten Meinung, nach der Evangelikale politisch erzkonservativ sind mit einer höchst fragwürdigen gesetzlichen Sexualmoral und einer maximal liberalen Wirtschaftsethik. Bei genauerem Hinsehen aber wird man feststellen: Es gibt gar nicht „die“ Evangelikalen. Nicht bei uns und bestimmt auch nicht in den USA. Genauso wenig wie es zum Beispiel „die“ Evangelischen oder „die“ Katholiken oder „die“ Deutschen gibt. Generalisierungen und Verallgemeinerungen sind in den seltensten Fällen hilfreich. Genauer hinschauen lohnt sich immer, wenn man sich ein Urteil bilden möchte. Deswegen haben wir mit Jürgen Mette einen prominenten Vertreter der evangelikalen Szene Marburgs gebeten, uns hineinzunehmen in typisch evangelikales Denken und Glauben. Was sind Gemeinsamkeiten im breiten evangelikalen Spektrum, das sich ja zum Teil auch in dieser KiM abbildet? Und wo gibt es Unterschiede und Ausdifferenzierungen? Wir jedenfalls sind dankbar, dass uns Jürgen Mette mit Unterstützung von Dr. Thorsten Dietz im Themenartikel in dieser KiM einen ersten Überblick verschafft. Vielleicht auch als Ausgangspunkt für weitergehende Gespräche und Diskussionen. Und für ein besseres Einander-Wahrnehmen! Viele Feiertage im November nehmen auch die Zerbrechlichkeit und Endlichkeit unseres Lebens in den Blick. In dieser KiM finden Sie Anregungen für einen konstruktiven Umgang mit Sterben und Tod. Außerdem können sie nachlesen, welche Erwartungen „Christians For Future“ an Richtungsentscheidungen in Kirchen und Gemeinden haben. Ein anregendes Leseerlebnis mit der November-KiM wünscht Ihnen im Namen der ganzen Redaktion

 

 

Ihr

Christoph Seitz