KiM Mai 2018
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Editorial Mai 2018

Christoph Seitz, Chefredakteur
Christoph Seitz Redaktionsleitung (Foto: Silke Seitz)

Liebe Leserinnen und Leser,

 

hätten Sie gewusst, dass zwei hessische Frauen in der russisch-orthodoxen Kirche als Heilige verehrt werden? Ich nicht. Überhaupt weiß ich – wenn ich ehrlich bin – nicht allzu viel über diese große christliche Kirche mit weitreichender Geschichte, die Weihnachten ja immer erst am 6. Januar feiert. Das ging auch anderen im Redaktionskreis so. Und deswegen werden wir mit dieser KiM beginnend immer mal wieder Blicke hineinwerfen in jene Ostkirche, die heutzutage die Nähe zum russischen Präsidenten sucht und seine Politik stützt. Den ersten Blick gewährt uns Prof. Pinggéra in dieser KiM mit seinem interessanten Artikel über zwei Frauen, deren gewaltsames Lebensende in einer für die russisch-orthodoxe Kirche überaus kritischen Zeit sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt. Außerdem gewährt diese KiM noch einen weiteren Blick auf die bei uns in Marburg lebenden orientalischen Christen, von denen wir zumeist auch eher wenig wissen. Das aber sollte man doch: etwas über die eigene Religion und deren vielfältigen Erscheinungs- und Entwicklungsformen wissen. Wie sonst will man innerhalb der Christenheit um den rechten Weg ringen und mit Menschen anderer religiöser Prägung oder ohne Religion angemessen reden und streiten können? Schön ist, dass wir mit den an KiM beteiligten Gemeinden und Gruppen nicht nur ein weites Spektrum unterschiedlicher christlicher Prägungen vereinen, sondern am Pfingstmontag ab 11.00 Uhr mit nahezu allen Marburger Kirchen und Gemeinden auch einen gemeinsamen Gottesdienst auf der Schlossparkbühne feiern. Das ist etwas Besonderes und in vielen Teilen der Welt unter Christinnen und Christen leider weder möglich noch gewollt. Deswegen: Seien Sie in diesem Jahr mit dabei! Einen sonnenreichen Frühling mit anregender KiM-Lektüre wünscht Ihnen im Namen des Redaktionskreises

  

Ihr

Christoph Seitz