Satt ist nicht genug!

Die 57. Aktion Brot für die Welt, die am 1. Advent 2015 eröffnet wird, steht unter dem Motto „Satt ist nicht genug – Zukunft braucht gesunde Ernährung“. Damit will das Hilfswerk der evangelischen Landeskirchen und Freikirchen in Deutschland auf die Ursachen für Mangelernährung aufmerksam machen. Fast jedem dritten Menschen auf der Welt fehlen lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe, so Brot für die Welt. Kinder, die sich nicht ausgewogen ernähren können, seien in ihrer Entwicklung körperlich und geistig beeinträchtigt. Eine Ursache für Mangelernährung sei der weltweite Verlust an natürlicher Artenvielfalt. Brot für die Welt möchte den Erhalt und die Wiederbelebung alter und nährstoffreicher Kulturpflanzen wie zum Beispiel Quinoa oder alte Reis- und Hirsesorten fördern und den Aufbau dörflicher Saatgutbanken unterstützen.

Editorial März 2021

Christoph Seitz, Chefredakteur
Christoph Seitz Redaktionsleitung (Foto: Silke Seitz)

Liebe Leserinnen und Leser,

 

der Karfreitag gehört zu den sogenannten „stillen“ Feiertagen. Er ist in allen Bundesländern besonders umfassend geschützt. Die Geschäfte müssen geschlossen bleiben und Tanzveranstaltungen sind untersagt. In Hessen gilt sogar noch für den Karsamstag ein generelles Tanzverbot. Das aber hat in der Vergangenheit viele vor allem jüngere Menschen geärgert, die sich dadurch im Ausleben ihrer Freiheit behindert sahen. Durch Corona haben wir in unserem Land in den vergangenen Monaten nun unfreiwillig sehr viele sehr stille Tage erlebt. Mit viel weitreichenderen Einschränkungen der persönlichen Freiheit, als es sie jemals an einem Karfreitag gab. Das aber mit der Stille war nicht immer nur eine schlechte Erfahrung. Viele sagen voller Dankbarkeit, dass sie erst durch die erzwungenen stillen Zeiten bisher verborgene Dimensionen ihrer menschlichen Existenz neu entdeckt hätten. Vielleicht ist es deswegen ja auch gut, in hoffentlich bald wieder normaleren Zeiten einen regelmäßigen stillen Tag wie den Karfreitag zu behalten. Aber auch inhaltlich könnte uns gerade der Karfreitag wichtige Dimensionen und Möglichkeiten unseres Menschseins neu erschließen. Pfr. i.R. Jörg Garscha jedenfalls gibt dazu in seinem lesenswerten Themenartikel viele gedankliche Anregungen. Und wie schön wäre es, wenn wir uns am diesjährigen Karfreitag in Gedanken und Gebeten mit all denen verbinden, die von Corona besonders schwer getroffen wurden: die einen lieben Menschen verloren haben oder mit einem problematischen Verlauf im Krankenhaus liegen oder mit gesundheitlichen und wirtschaftlichen Spät-Folgen kämpfen. Wenn wir dieses KiM-Heft auf den Weg bringen, wissen wir noch nicht, wie die Pandemielage im März ist. Von daher sind alle Veranstaltungshinweise unter Vorbehalt zu verstehen. Informieren Sie sich bitte immer zeitnah bei den Veranstaltern, ob das, was angekündigt wird, auch wirklich stattfinden kann.

 

Ansonsten finden Sie hoffentlich das ein oder andere in diesem Heft, das Ihr Interesse weckt! Im Namen der Redaktion grüßt Sie herzlich

 

Ihr

Christoph Seitz