Satt ist nicht genug!

Die 57. Aktion Brot für die Welt, die am 1. Advent 2015 eröffnet wird, steht unter dem Motto „Satt ist nicht genug – Zukunft braucht gesunde Ernährung“. Damit will das Hilfswerk der evangelischen Landeskirchen und Freikirchen in Deutschland auf die Ursachen für Mangelernährung aufmerksam machen. Fast jedem dritten Menschen auf der Welt fehlen lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe, so Brot für die Welt. Kinder, die sich nicht ausgewogen ernähren können, seien in ihrer Entwicklung körperlich und geistig beeinträchtigt. Eine Ursache für Mangelernährung sei der weltweite Verlust an natürlicher Artenvielfalt. Brot für die Welt möchte den Erhalt und die Wiederbelebung alter und nährstoffreicher Kulturpflanzen wie zum Beispiel Quinoa oder alte Reis- und Hirsesorten fördern und den Aufbau dörflicher Saatgutbanken unterstützen.

Editorial Juni 2021

Christoph Seitz, Chefredakteur
Christoph Seitz Redaktionsleitung (Foto: Silke Seitz)

Liebe Leserinnen und Leser,

 

was würden Sie sagen: Kann man vor dem Hintergrund unserer Geschichte eine Partei wählen, zu deren prominenten Vertretern nachgewiesenermaßen Rechtsextreme gehören? Schon darüber kann man ja heftig streiten. Wird die Sache dann eindeutiger, wenn man sich der christlichen Botschaft verpflichtet weiß? Nicht wenige Vertreterinnen und Vertreter in den Kirchen sagen ja, man müsse als Christin und Christ sehr deutlich Position beziehen gegen rechtspopulistische Positionen und Parteien unserer Tage. Es ist eine spannende und wahrlich nicht unumstrittene Frage, wie der christliche Glaube Einfluss hat oder haben müsste auf politische Entscheidungen und Haltungen. Bernhard Böttge, der als Pfarrer lange Jahre in der Bildungsarbeit der Evangelischen Kirche tätig war, setzt sich in seinem sehr lesenswerten Beitrag damit auseinander. Und das passt gut in ein Jahr mit vielen Wahlen, denn noch haben wir es als Wählerinnen und Wähler in unserem Land in der Hand, welche politischen Kräfte wir stärken und welche nicht! Gott sei Dank! Der am 6. April verstorbene Theologe Hans Küng jedenfalls hat sich immer wieder in Kirche und Gesellschaft intensiv und keineswegs unumstritten politisch eingemischt. In dieser KiM finden Sie einen ausführlichen und sehr persönlichen Nachruf seines Weggefährten Karl-Josef Kuschel. Und Sie können in dieser KiM neben vielen anderen interessanten Informationen ein Interview zur Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche nachlesen, in dem Schwester Katharina Ganz, die Generaloberin der Oberzeller Schwestern, auch sehr pointiert Stellung bezieht. Leer bleiben leider immer noch unsere Veranstaltungsseiten. Immerhin blüht das gottesdienstliche Leben wieder etwas intensiver. Und vielleicht wird in der zweiten Jahreshälfte das ein oder andere Konzert, die ein oder andere Gemeindeveranstaltung wieder möglich. Bis dahin bleibt die Bitte, sich rechtzeitig zu informieren, was von dem in dieser KiM Angekündigten auch wirklich stattfinden kann. Einen guten Start in den Sommer mit anregender KiM Lektüre wünscht Ihnen im Namen der Redaktion

 

Ihr

Christoph Seitz