Fair-Schenken an Weihnachten: der neue Stadtführer

„FairKaufen – FairSpeisen – FairKleiden“ hilft dabei!

„Jedes Jahr wieder reißt der Weihnachtsrummel die meisten von uns mit sich. Es ist ja auch schön: Die vielen Leckereien, Glitzerschmuck und Weihnachtslieder – aus dem Vollen schöpfen. Dennoch wollen immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher auch bewusst und verantwortungsvoll genießen. Kein Problem, schenken Sie einfach etwas Nützliches, fair Gehandeltes. So tun Sie den Beschenkten und auch den Erzeugern etwas Gutes. Viele Produkte aus fairem Handel eignen sich hervorragend als Geschenk. Es gibt köstliche Schokoladen, Kaffees und Tees aus Entwicklungsländern, Blumen und Obst, Nüsse, Trockenfrüchte, Kosmetik, Textilien aus Baumwolle, Kunsthandwerk, Papierwaren, Spiele, Musikins - trumente … Alle fair gehandelten Produkte helfen Kleinbauern und Arbeitskräften in Plantagen und Fabriken in fernen, sozial unterentwickelten Ländern, ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft nachhaltig zu sichern. Neben der Zahlung von gerechten Löhnen und sozialer Absicherung sind Produkte aus fairem Handel häufig auch biologisch erzeugt. Kein Wunder, denn Bio und Fair sind ein Duo, das optimal zusammenpasst.“ (Zitat Ökolandbau.de). Über den Preis, den wir für unsere Güter zu bezahlen bereit sind, entscheiden wir somit über die Verteilung von Reichtum und Armut. Der Marburger Stadtplan „FairKaufen – FairSpeisen – FairKleiden“ wurde erarbeitet von der „Steuerungsgruppe Fairer Handel" der Stadt Marburg. Hier können Sie sich orientieren, um die Bezugsquellen für fair gehandelte Produkte zu finden. Außerdem bekommen Sie einen Einblick in die verschiedenen Siegel und Näheres über die Kriterien des fairen Handels. Der Stadtplan ist an folgenden Verteilstationen erhältlich: Stadt Marburg, Weltladen, Contigo, Tourismus GmbH, Kirchen und bei allen Geschäften, die fair gehandelte Waren im Angebot haben. Roswitha Slemeyer

Editorial Oktober 2021

Christoph Seitz, Chefredakteur
Christoph Seitz Redaktionsleitung

Liebe Leserinnen und Leser,

 

 

italienische Küche steht bei uns Deutschen spätestens seit den 60er Jahren hoch im Kurs. Wer liebt nicht Pizza und Pasta? Inzwischen aber haben noch unzählig viel mehr neue Gerichte und internationale Geschmackserlebnisse Einzug gehalten. Ob griechisch, spanisch, indisch, libanesisch, chinesisch, afrikanisch, ob Donut, Döner, Burger oder Sushi – tatsächlich kochen und essen wir in unserem Land mittlerweile so international und bunt wie unsere vernetzte Welt faktisch ist. Und wir tun dies meist mit großer Neugier und Begeisterung. Wäre es da nicht ebenso spannend zu erfahren, was Menschen in all den Ländern, deren Essen wir so lieben, denken und glauben? Mal Hand aufs Herz: Was genau wissen wir schon vom Judentum oder vom Islam oder vom Buddhismus oder vom Hinduismus? Meist sind es doch nur wenige Elemente, Bruchstücke. Oder sogar nur Klischees und abgedroschene Vorurteile. Selbst innerhalb des Christentums gibt es viele Strömungen und Ausprägungen, die die Wenigsten wirklich kennen. Dabei leben wir alle in unserer Stadt schon lange zusammen mit vielen Menschen unterschiedlichster Glaubens- und Religionsausrichtung. Oft Tür an Tür. Religionszugehörigkeit und -praxis prägen den Blick auf das Leben und die Wertigkeiten der Dinge. Auch wenn man nicht sonderlich fromm ist. Und natürlich können da Sichtweisen und Wertigkeiten auch sehr verschieden sein. Manchmal sogar mit Konfliktpotential. Umso besser wäre es doch, wenn man einander besser kennen und verstehen lernen könnte. Der „Runde Tisch der Religionen“ ist dafür in unserer Stadt ein gutes Vorbild. Nadja Schwarzwäller erzählt in unserem Themenartikel von dem, was dieser „Runde Tisch“ in seiner langjährigen Arbeit bisher bewegen, anstoßen konnte. Und sie verschweigt auch nicht, was bei diesem Verständigungs- Projekt nur schwer gelingt. Ob wir es unabhängig von solchen Runden Tischen auch ganz persönlich wagen, mal auf jemanden zuzugehen, der ganz anders glaubt als wir selbst? Es könnte ja sein, wie beim Essen. Manches wird uns dabei vielleicht nicht schmecken oder sogar bitter aufstoßen. Aber anderes könnte zu einem zwischenmenschlichen und interreligiösen Genuss werden, den man dann gar nicht mehr missen möchte. Wie auch immer – ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen der Oktober-KiM! Im Namen der KiM-Redaktion grüßt Sie herzlich

 

Ihr

Christoph Seitz