Fair-Schenken an Weihnachten: der neue Stadtführer

„FairKaufen – FairSpeisen – FairKleiden“ hilft dabei!

„Jedes Jahr wieder reißt der Weihnachtsrummel die meisten von uns mit sich. Es ist ja auch schön: Die vielen Leckereien, Glitzerschmuck und Weihnachtslieder – aus dem Vollen schöpfen. Dennoch wollen immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher auch bewusst und verantwortungsvoll genießen. Kein Problem, schenken Sie einfach etwas Nützliches, fair Gehandeltes. So tun Sie den Beschenkten und auch den Erzeugern etwas Gutes. Viele Produkte aus fairem Handel eignen sich hervorragend als Geschenk. Es gibt köstliche Schokoladen, Kaffees und Tees aus Entwicklungsländern, Blumen und Obst, Nüsse, Trockenfrüchte, Kosmetik, Textilien aus Baumwolle, Kunsthandwerk, Papierwaren, Spiele, Musikins - trumente … Alle fair gehandelten Produkte helfen Kleinbauern und Arbeitskräften in Plantagen und Fabriken in fernen, sozial unterentwickelten Ländern, ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft nachhaltig zu sichern. Neben der Zahlung von gerechten Löhnen und sozialer Absicherung sind Produkte aus fairem Handel häufig auch biologisch erzeugt. Kein Wunder, denn Bio und Fair sind ein Duo, das optimal zusammenpasst.“ (Zitat Ökolandbau.de). Über den Preis, den wir für unsere Güter zu bezahlen bereit sind, entscheiden wir somit über die Verteilung von Reichtum und Armut. Der Marburger Stadtplan „FairKaufen – FairSpeisen – FairKleiden“ wurde erarbeitet von der „Steuerungsgruppe Fairer Handel" der Stadt Marburg. Hier können Sie sich orientieren, um die Bezugsquellen für fair gehandelte Produkte zu finden. Außerdem bekommen Sie einen Einblick in die verschiedenen Siegel und Näheres über die Kriterien des fairen Handels. Der Stadtplan ist an folgenden Verteilstationen erhältlich: Stadt Marburg, Weltladen, Contigo, Tourismus GmbH, Kirchen und bei allen Geschäften, die fair gehandelte Waren im Angebot haben. Roswitha Slemeyer

Editorial Juli 2020

Christoph Seitz, Chefredakteur
Christoph Seitz Redaktionsleitung (Foto: Silke Seitz)

Liebe Leserinnen und Leser,

 

 

etwa 16.000 Wörter sprechen wir durchschnittlich an jedem Tag. Und dabei gibt es keinen nennenswerten Unterschied zwischen Frauen und Männern, wie neueste Untersuchungen festgestellt haben. 16.000 Wörter ist eine ganze Menge. Eine Menge von Möglichkeiten. Denn mit nur ganz wenigen Worten kann man einen Menschen glücklich machen und auferbauen oder ihn zutiefst verletzten und demütigen. Schade ist es, dass es uns Menschen offenbar leichter fällt, Personen und Situationen mit kritischen, negativen, defizitären Gedanken und Worten zu bedenken als mit lobenden, wertschätzenden. Leserbriefe und Telefonate erreichen beispielsweise uns als KiM-Redaktion meist nur dann, wenn jemand etwas auszusetzen hat an einem bestimmten Text oder Bild. Richtig bedenklich wird die Sache aber, wenn Sprache gezielt und sehr bewusst benutzt wird, um Stimmung zu machen, um Menschen gegeneinander aufzustacheln, um zu manipulieren, um egoistische Ziele durchzusetzen, um Andersdenkende herunter zu machen. Das hat es schon immer gegeben. Und die Nazis haben seinerzeit diesen Missbrauch von Sprache auf perverse, teuflische Art und Weise „perfektioniert“. Viele Populisten unserer Tage schließen nahtlos daran an. Ob sie nun Trump heißen oder Höcke oder Bolsonaro oder, oder, oder. Immer öfter wird mit Worten Schindluder getrieben und Gewalt ausgeübt. Auch im Netz. Und das meist feige, da anonym. Auch von ganz „normalen“ Menschen. Schlimm ist das – vor allem für die, die verletzt, gedemütigt, ausgegrenzt und diffamiert werden. Es wird Zeit, – so unser Gedanke bei den Planungen für diese KiM – diesem Missbrauch von Sprache und Worten etwas entgegenzusetzen. Wolfgang Sutter tut dies dankenswerterweise mit seinem hilfreichen Themenartikel zur gewaltfreien Kommunikation. Er zeigt einen Weg auf, wie auch schwierige aber notwendige Auseinandersetzungen unserer Tage wesentlich produktiver und menschenfreundlicher geführt und einer Lösung zugeführt werden könnten. Daneben gibt es aber auch noch viel anderes Interessantes und Wissenswertes in dieser KiM zu entdecken. Viel Freude dabei! Einen wunderschönen Sommer mit viel Erholung für Leib und Seele wünscht Ihnen im Namen der Redaktion

 

 

Ihr

Christoph Seitz