Diakonie Hessen gibt Handreichung zur umfassenden Begleitung von sterbenden Menschen heraus

Titelblatt der Broschüre „Mit Sterbenden leben – achtsam sein“
Titelblatt der Broschüre „Mit Sterbenden leben – achtsam sein“

Kassel (medio). Die Diakonie Hessen gibt eine Handreichung zur umfassenden Begleitung von sterbenden Menschen heraus. Die Broschüre „Mit Sterbenden leben – achtsam sein“ erscheint vor dem Hintergrund der Diskussion im Bundestag zum medizinisch assistierten Suizid sowie zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung, teilte die Pressestelle der Diakonie mit. „Es geht um die Würde von Sterbenden“, sagt Dr. Wolfgang Gern, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen. „Und die gilt unabhängig von Lebenssituation und sozialem Status und hört bei Wohnungslosigkeit und Strafvollzug nicht auf.“ Die Handreichung zeigt die Facetten des Lebens sterbender Menschen auf und stellt dar, wie Menschen am Lebensende eine würdevolle und achtsame Betreuung und Versorgung erhalten können, heißt es weiter. „Ökonomische und sozialpolitische Maßgaben dürfen nicht bestimmen, ob oder gar wie wir Menschen am Lebensende begleiten“, sagt Dr. Wolfgang Gern. „Unsere Überzeugungen von Menschenwürde und Mitleidenschaft sind doch gerade im Blick auf das Abschiednehmen und Sterben tragfähig.“ Sein Vorstandskollege, Horst Rühl, ergänzt: „Immer noch werden Menschen zu Hause und besonders in den stationären Einrichtungen nicht ausreichend palliativ versorgt, obwohl sich in den letzten 25 Jahren die Betreuungssituation in Deutschland bereits erheblich verbessert hat.“ Jeder Mensch sei schließlich von der Geburt bis zum Tod von anderen Menschen abhängig. „Kann die Gesellschaft das akzeptieren, darf für alle der Tod einfach zum Leben gehören“, sagt Horst Rühl. Entwickelt haben die Handreichung Barbara Heuerding und Dr. Carmen Berger-Zell aus dem Bereich Gesundheit, Alter, Pflege der Diakonie Hessen. Auf 170 Seiten diskutieren verschiedene Autoren Themen wie Sterben und Tod, Alter und Demenz, Gesundheitspolitik und Vorsorge. Außerdem informiert die Broschüre konkret über wichtige Adressen, Ansprechpartner und Einrichtungen sowie über Rituale, passende Worte und Gebete. Download unter:

http://bit.ly/DH_Handreichung

Editorial April 2021

Christoph Seitz, Chefredakteur
Christoph Seitz Redaktionsleitung (Foto: Silke Seitz)

Liebe Leserinnen und Leser,

 

sicher kennen auch Sie „Ostermenschen“! Ich jedenfalls bin in meinem Leben schon einigen begegnet. Manche von ihnen sind ganz tief geborgen in ihrem Glauben. Andere haben keine Angst, nicht mal vor dem Tod. Dann gibt es welche, die tragen eine Menge Besonnenheit, Zuversicht und Liebe in sich und verbreiten sie wohltuend. Andere von ihnen sind richtig fröhlich, nicht nur gespielt und aufgesetzt. Wieder andere haben Mut, sich auch gegen Widerstand für Gerechtigkeit und Wahrheit einzusetzen. Und manche haben eine Engelsgeduld – auch mit total nervigen Menschen und höchst widrigen Umständen. Und es gibt die, die ehrlich sind und dazu stehen, wenn es ihnen einmal nicht gut geht und sie Zweifel haben. Der Osterglaube trägt etwas Großes in sich. Etwas, das Menschen mit sich selbst versöhnen hilft und sie über sich hinauswachsen lässt. Anders ist es kaum zu erklären, dass das Christentum bis heute überlebt hat – bei all den furchtbaren Irrwegen, die bis heute im Namen Gottes von Christinnen und Christen eingeschlagen wurden und leider immer noch werden. In unserem Leitartikel zeigt uns unser Redaktionsmitglied Dr. Klaus Dorn auf sehr anschauliche und lehrreiche Weise, in welchen geschichtlichen Prozessen und Vorstellungswelten der Osterglaube seinen Anfang nahm. Und dabei wird auch deutlich, dass es eine bleibende Aufgabe aller Chris - tinnen und Christen ist, sich immer wieder neu um dieses Zentrum des christlichen Glaubens zu versammeln, es in zeitgemäßen, nachvollziehbaren Worten zu beschreiben und vor allem aus ihm heraus zu leben. Denn die Welt braucht „Ostermenschen“! Daneben gibt es aber in dieser KiM auch noch vieles andere zu entdecken. Möge genau für Sie etwas Lesenswertes dabei sein! Wie wir wohl in diesem Jahr die Karwoche und Ostern begehen werden? Ich hoffe, dass im Unterschied zum letzten Jahr vieles wieder möglich ist. Aber informieren Sie sich bitte rechtzeitig, was wie in ihrer Gemeinde gefeiert werden kann und wird! So oder so wünsche ich Ihnen Im Namen der Redaktion ganz gesegnete, hoffnungsvolle und gesunde Feiertage!

 

Im Namen der Redaktion grüßt Sie herzlich

 

Ihr

Christoph Seitz