Überarbeitete Lutherbibel auf der Wartburg übergeben

Foto: Sascha Willms
Foto: Sascha Willms

Nach fünfjähriger Arbeit haben Theologen und Sprachwissenschaftler Mitte September auf der Wartburg eine neue Fassung der Lutherbibel vorgelegt. Die jüngste Revision von Martin Luthers Bibelübersetzung nahm für den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) als Herausgeber Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm (re.) von dem Thüringer Altbischof Christoph Kähler (Kähler, li.) entgegen. Die Durchsicht der Fassung von 1984 wurde von einem Lenkungsgremium unter Leitung des Altbischofs koordiniert. Mit der Überarbeitung überprüften rund 70 Fachleute in Fachgruppen diese Fassung auf Treue zum biblischen Text. Mit dem Beschluss zur Durchsicht reagierte der Rat der EKD 2010 auf Fortschritte in der Forschung über biblische Schriften in Theologie und anderen Disziplinen. Die neue Bibel soll nach Korrekturen und Druck zum Reformationstag 2016 mit einem Gottesdienst in Eisenach und einem Festakt in Berlin offiziell eingeführt werden.

Editorial August/September 2021

Christoph Seitz, Chefredakteur
Christoph Seitz Redaktionsleitung (Foto: Silke Seitz)

Liebe Leserinnen und Leser,

 

vieles weiß man dann erst wieder richtig zu schätzen, wenn man es eine Zeit lang entbehren musste. Die Fahrt in den Urlaub zum Beispiel. Oder das gemeinsame Essen in einem Restaurant. Kino, Theater, Konzerte, Sport, Treffen mit Freundinnen und Freunden – herrlich, wenn das lange Entbehrte endlich wieder möglich ist. Und das gilt natürlich auch für das Singen: in Chören oder einfach nur gemeinsam in einem Gottesdienst. Lange Monate durfte in unseren Kirchen und Gemeindehäusern nicht gesungen werden. Lediglich Mitsummen und Mitlesen der Texte war möglich. Oder Zuhören: der Solosängerin, dem Solosänger – live oder aus der Konserve. Aber das ist nicht das Gleiche. Das Lied, das ich laut singe, klingt in meinem ganzen Körper mit. Auch inhaltlich. Liedtexte werden im eigenen Singen lebendig, entfalten Kraft, beginnen, in die aktuelle Lebenssituation zu sprechen. Probieren Sie es aus, wenn Sie es nicht kennen. Es ist wie beim Beten: das Singen verändert zuallererst die, die es tun! In dieser KiM erzählen viele Menschen von ihrem kirchlichen Lieblingslied. Wie es das wurde, was es für sie bedeutet. Danke dafür! Vielleicht eine Anregung, selbst mal wieder das Gesangbuch durchzublättern. Am bes - ten auch mal die neueren Ausgaben. Da gibt es manches zu entdecken! Und dann auch zu singen! Daheim, in einer Kirche, vielleicht auch irgendwo in den Bergen oder am Strand – allein oder mit anderen zusammen! Und vollkommen egal, ob ich besonders musikalisch bin oder total unmusikalisch: Singen tut gut! Wir schicken Sie mit diesen Lieblingslied-Gedanken und vielen weiteren interessanten Informationen und Berichten in einen hoffentlich ganz erholsamen Sommer!

 

Im Namen der Redaktion grüßt Sie herzlich

 

Ihr

Christoph Seitz