Überarbeitete Lutherbibel auf der Wartburg übergeben

Foto: Sascha Willms
Foto: Sascha Willms

Nach fünfjähriger Arbeit haben Theologen und Sprachwissenschaftler Mitte September auf der Wartburg eine neue Fassung der Lutherbibel vorgelegt. Die jüngste Revision von Martin Luthers Bibelübersetzung nahm für den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) als Herausgeber Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm (re.) von dem Thüringer Altbischof Christoph Kähler (Kähler, li.) entgegen. Die Durchsicht der Fassung von 1984 wurde von einem Lenkungsgremium unter Leitung des Altbischofs koordiniert. Mit der Überarbeitung überprüften rund 70 Fachleute in Fachgruppen diese Fassung auf Treue zum biblischen Text. Mit dem Beschluss zur Durchsicht reagierte der Rat der EKD 2010 auf Fortschritte in der Forschung über biblische Schriften in Theologie und anderen Disziplinen. Die neue Bibel soll nach Korrekturen und Druck zum Reformationstag 2016 mit einem Gottesdienst in Eisenach und einem Festakt in Berlin offiziell eingeführt werden.

Editorial Januar/Februar 2019

Christoph Seitz, Chefredakteur
Christoph Seitz Redaktionsleitung (Foto: Silke Seitz)

Liebe Leserinnen und Leser,

 

der Start in ein neues Jahr ist für viele Menschen Anlass, sich etwas vorzunehmen, was man in diesem neuen Jahr anders machen, verändern will. Ich kenne Menschen, die es wirklich geschafft haben, mit dem Beginn des neuen Jahres mit dem Rauchen aufzuhören – und dabei geblieben sind. Andere haben im neuen Jahr die Arbeit weniger wichtig und sich erfolgreich mehr Zeit genommen für ihre Lieben und sich selbst. Und es soll sogar welche geben, die ab dem 1. Januar auf Fleisch verzichtet und mehr Sport getrieben haben. Dauerhaft! In unserem Heftthema für die erste KiM im Jahr 2019 schauen wir zurück auf ein gewichtiges Ereignis der Kirchengeschichte, insbesondere der katholischen: auf das von Papst Johannes XXIII. einberufene Zweite Vatikanische Konzil, das vom 11. Oktober 1962 bis zum 8. Dezember 1965 in Rom abgehalten wurde. Es war ein Konzil mit Beschlüssen, die aufhorchen ließen. In vielen Bereichen – auch im Blick auf die Ökumene – war es ein verheißungsvoller Neustart. Über 50 Jahre ist das nun her. Zeit, sich zu erinnern, was da eigentlich in den 60er Jahren genau beschlossen wurde. Zeit auch zu fragen, was von diesem Neustart geblieben ist und wo man womöglich noch einmal ganz neu starten müsste. Dazu hat uns Dr. Markus Lersch einen sehr informativen Artikel geschrieben. Sollten Sie sich für einen Bereich Ihres Lebens im Jahr 2019 einen Neustart vorgenommen haben, wünschen wir Ihnen dazu gutes und dauerhaftes Gelingen. Und selbst wenn es nicht gleich klappt oder schnell scheitert – neu anfangen kann man ja zum Glück jeden Tag – vollkommen unabhängig von Silvester und Neujahr. Viel Freude beim Lesen der neuen KiM wünscht Ihnen im Namen des Redaktionskreises

  

Ihr

Christoph Seitz